Historie des Hamburger Markts und der EZG

Seit Jahrhunderten beliefern Bauern aus den Vierlanden, dem Alten Land und der Elbmarsch die naheliegende Stadt Hamburg mit Obst, Gemüse, Blumen und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Urkundlich erwähnt wurde der Markthandel erstmalig 962, als durch Erzbischof Adaldag (936–988) das erste Marktrecht im norddeutschen Raum verliehen  wurde. 1628 hat der Hamburger Senat den Zwischenhandel landwirtschaftlicher Produkte als „preisverteuernd“ abgelehnt. Erst im Jahre 1823 tritt Senator Abendroth aktiv für den Zwischenhandel ein.

1842 (nach dem Großbrand)
wurde ein fester Obst- und
Gemüseverkauf auf dem Hamburger
Hopfenmarkt eingerichtet. Es gibt
319 Verkaufsstände, von denen
jeder 8 Pfennig pro Tag Miete
kostet. An jedem Wochentag
ist zweimal Markt.
1842

Seit dem 18. Jahrhundert wurde
der Blumen-, Obst- und Gemüsebau
in Vierlande intensiviert und die
Produkte auf dem Hamburger Markt
verkauft. U.a. machten die Vierländer durch luxuriöse und exotische Waren wie Pfirsiche, Aprikosen, Erdbeeren und Blumen auf sich aufmerksam.
1880

1911 siedelt der Markt
zu den Deichtorhallen um.
1911

Die Erzeugergemeinschaft Obst, Gemüse und Blumen e.G. Hamburg  wurde 1948 von Gartenbaubetrieben aus Hamburg und dem angrenzenden Umland gegründet.

1951 erfolgte die Überführung
in eine Genossenschaft.

1958 begann der Bau des Hamburger Großmarktes am jetzigen Standort in Hammerbrook.
1948

In 1962 erfolgte die feierliche
Eröffnung des Großmarktes mit dem Besuch von Queen Elisabeth II.
In diesem Jahr hat die EZG ihre Tätigkeit über das Marktgeschäft hinaus ausgeweitet und eine zentrale Leergutbewirtschaftung eingeführt. Verwendet wurden Holzkisten, die allen Mitgliedern der Genossenschaft gegen eine geringe Gebühr sowie eines Pfandgeldes zur Verfügung gestellt wurde.
1962



Seit 1996 steht die Großmarkthalle unter Denkmalschutz. Aktuell hat der Hamburger Senat einen Bestandsschutz für den Handel auf dem Großmarkt in Hammerbrook bis 2034 garantiert. 1996

Mit einer Verkaufsfläche von
2.650 qm betreibt die EZG Hamburg die größte Verkaufsfläche auf dem Hamburger Großmarkt.

Hier kommen jede Nacht Einkäufer
aus ganz Norddeutschland,
um frische Erzeugnisse für Lebensmittelfachgeschäft, ihren Wochenmarktstand, Kantine oder Restaurant zu kaufen.
heute

Aufgrund des Strukturwandels im Gartenbau ist die Mitgliederzahl von über 800 in den 60iger Jahren bis zum Ende der 90iger stark zurückgegangen. Dafür bauen immer weniger Betriebe immer größere Flächen an, so dass das Gesamtangebot dennoch weiter gesteiget werden konnte.  Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Erzeuger stabil geblieben und in den letzten Jahren sogar leicht angestiegen. Derzeit besteht die EZG aus 110 Mitgliedsbetrieben.

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